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Patenkindbesuch in Ecuador 4/5

 

Nach dem Essen wollte die Familie wissen warum ich "Plan" finanziell unterstütze. Im ersten Moment wußte ich nicht was ich antworten sollte, da das helfen "Hilfe zur Selbsthilfe" für mich zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Ich antwortete dann nur mit einem Beispiel:

"In Deutschland kann ich mit 25 Euro ein bis zwei mal "gut" essen gehen, aber mit 25 Euro bei einem Hilfsprojekt wie Plan kann man ein Kind und seiner Familie einen Monat lang unterstützen (z.B. Schulbildung und Zukunftsperpektive)! Das heißt er (mein Patenkind) hat mehr davon als ich - Darum spende ich!"

"Ein weiterer Grund warum ich spende, ist, dass ich inzwischen so viel in meinen jungen leben erreicht habe, dass ich anderen (die wirklich Unterstützung benötigen und nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" leben) etwas davon abgeben möchten, damit diese auch eine Zukunft haben!!!"

Die Familie konnte nicht verstehen, das ich Single bin und selbst keine Kinder habe (In Ecuador sind 14 Kinder keine Seltenheit). Verwundert hatten sie sich auch das so eine junge Person wie ich Geld zum spenden hat.

Irgendwann kam auch der Abschied von meinem Patenkind und dessen Familie. Während des Abschiedes der einzelnen Personen (insbesondere Mutter und die Großeltern) kam so eine gefühlsreiche Dankbarkeit rüber, wie ich diese noch niemals zuvor erlebt hatte!!! Diese wollten meine Hände überhaupt nicht mehr loslassen.

Nach den schweren Abschied gingen wir wieder den Fußweg, durch dichtes Gestrüb, hinunter. An der Schule angekommen (wo der Geländewagen wartete) fuhren ich und die Plan-Mitarbeiter wieder zurück zum nächsten Plan-Büro. Dort angekommen zeigte mir man noch von Patenkindern selbstgemalte Bilder und Kleinschmuck für Paten. Jetzt füllte ich noch ein "Patenbericht" über meinen Besuch des Patenkindes aus. Dieses dient neben einen Erlebnisbericht zum Schutz der Kinder, um auch zu erfahren ob die Patenkind-Famile Gelder (was man auf keinen Fall tun sollte - sonst ist die "Hilfe zur Selbsthilfe" gefährdet) vom Paten erhalten hat.

Nachdem ich mich vom dortigen Plan-Büro verabschiedet hatte, brachte man mich noch zu meinem Hotel in Loja zurück. Der Abschied von den Plan-Mitarbeiter, die mich die ganze Zeit begleitet hatten, viel mir fast genauso schwer wie von meinem Patenkind und dessen Familie.


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Hinweis zum Bericht: Ortsangaben und Personennamen werden zum Schutze der Patenkinder und dessen Familie hier nicht genannt.

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